Zu Besuch im Zwinger

Immer auf der Suche nach Orten die etwas Besonderes für das Auge eines Fotografen bieten, kam WebRock der Zwinger in Münster vor die Linse. Ein Jahrhunderte altes Gebäude mit einer sehr bewegten Geschichte.
Die sehr unterschiedlichen Lichtverhältnisse innerhalb des Bauwerkes sorgten dafür, dass es insgesamt 5h dauerte alles zu fotografieren was wir fotografieren wollten.

Der Zwinger im westfälischen Münster ist ein Teil der ehemaligen Stadtbefestigung aus der frühen Neuzeit. In der Zeit des Nationalsozialismus war er sowohl Gefängnis als auch Hinrichtungsstätte der Gestapo und wurde durch alliierte Bombenangriffe schwer beschädigt. Seit der Umwandlung in ein Mahnmal gehört der Zwinger zum Stadtmuseum Münster und beherbergt die Skulptur Das gegenläufige Konzert.“ (Quelle Wikipedia)

„Neueren Forschungen zufolge könnte die Baugeschichte jedoch auch anders abgelaufen sein: So ist bekannt, dass Fürstbischof Franz von Waldeck zwischen Juli 1535 und März 1536 das Bauwerk „mächtiger“ machte. Somit bestand die ursprüngliche Anlage aus einem Rondell mit einem Durchmesser von ungefähr 19 m und einer Wandstärke von 1,9 m, dem heutigen inneren Ring. Um den Zwinger zu verstärken, ließ Franz von Waldeck im Abstand von rund 2,2 m eine zweite, vorgelagerte Mauer mit einer Wandstärke von ebenfalls rund 1,9 m errichten, wodurch der charakteristische Rundgang entstand, dessen Ursprung Geisberg in der teilweise Abtragung der Außenmauern sieht. Für diese neue These spricht, dass in der Außenmauer Kalkmergelbruchsteine enthalten sind. Sie wurden beim Bau der ursprünglichen Stadtmauer verwendet und könnten bei deren Abbruch und Verlegung im Bereich des Zwingers als Baumaterial für die Mauer des Bollwerks verwendet worden sein.[2]

Über die ursprüngliche Höhe des Zwingers existieren keine verlässlichen Informationen. Vor der teilweisen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg betrug sie auf der Westseite 8,75 m. Allerdings kann es sich dabei nicht um die ursprüngliche Höhe handeln, da bei der Schleifung der Befestigungsanlagen und dem Anlegen der Promenade im Jahre 1772 auch rund um den Zwinger Erde abgetragen wurde und er seitdem mindestens 2,25 m höher erscheint. Gut zu erkennen ist dies am ehemaligen Eingang, der zur Bauzeit auf der Höhe des umgebenden Geländes lag.[3]

Im Inneren bestand der Zwinger aus zwei Stockwerken, einem Keller und einen separaten Dachgeschoss. Über die ursprüngliche Aufteilung existieren keine Informationen. Dagegen gibt es die Pläne der Innenarchitektur nach der Umgestaltung zu einem Gefängnis in den 1730er Jahren. In allen drei Etagen gab es um den Innenhof in der Mitte des Zwingers jeweils sechs im Kreis angeordnete Zellen. Sie wurden verbunden durch einen äußeren Rundgang zwischen Außenmauer und den Zellen innen. Die Aufteilung wurde im Jahre 1919 erneut verändert, als der Zwinger als Wohnhaus und Atelier für Maler vermietet wurde. Entsprechend wurden Wände entfernt und neue Durchbrüche geschaffen. Die teilweise Zerstörung im Zweiten Weltkrieg trug anschließend dazu bei, dass von der ursprünglichen Architektur nur noch wenige Teile erhalten geblieben sind.“
(Quelle Wikipedia)

Der Zwinger kann in den Monaten von April bis Oktober jeweils am ersten Sonntag im Monat bei einer Führung besichtigt werden. Sie beginnt im Stadtmuseum Münster mit einer Tondiaschau über die Geschichte des Gebäudes. Zusätzlich kann der Zwinger an jedem dritten Donnerstag im Monat um 20 Uhr besichtigt werden. Für Gruppen und Schulklassen (für letztgenannte ist die Führung kostenlos) können zusätzliche Termine vereinbart werden.

Zusätzlich besteht von Juni bis September jeweils sonntags zwischen 14 und 18 Uhr die Möglichkeit zur Besichtigung.

Gut Licht!

Thomas M. Weber

 

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