Eine Zeitungsgeschichte

tw_DSC_0557Jeden Morgen liegt sie pünktlich im Briefkasten und unterrichtet uns über die neuesten Geschehnisse in der Welt. Aber wie kommt sie dahin? Wer macht sie? Wie macht man sie?

Die Zeitung!

WebRock hat sich mit dieser Frage beschäftigt und durfte sich mehrere Tage im Druckhaus der Münsterschen Zeitung aufhalten und die einzelnen Schritte der Entstehung einer Tageszeitung mit der Kamera begleiten.

Wir beginnen im Rollenlager. Hier lagern Papierrollen von unterschiedlicher Qualität, Breite und verschiedenen Herstellern. Es gibt 140cm, 105cm und 70cm breite Papiere. Sie werden angeliefert aus Skandinavien, Großbritannien, den Niederlanden, Kanada, Russland und Deutschland. Es gibt 100% Recyclingpapier, 100% Frischfaserpapier und ein Mischpapier, bestehend aus den erstgenannten Sorten.
Der Jahresverbrauch an Papier liegt bei der Münsterschen Zeitung bei ca. 7.000 to.

Aus dem Rollenlager heraus werden die ca. 20km langen Papierrollen zur Druckmaschine gebracht. Das passiert mit einem Gabelstapler, der anstelle der sonst üblichen Zinken über eine Art Zange verfügt mit der er eine Rolle gut greifen kann.

Um etwas lesbares auf das Papier zu bekommen braucht man natürlich noch Farbe. Eingesetzt wird Blau, Gelb Rot und Schwarz. Gedruckt wird im sogenannten Offset Verfahren.

Vor Druckbeginn müssen die Druckplatten noch hergestellt und in die Druckmaschine eingesetzt werden. Durch aktuelle Ereignisse und die dadurch veränderte Nachrichtenlage muss schon mal der Druckbeginn verschoben werden weil die Platten aktualisiert werden müssen.

Nun werden die aus Aluminium bestehen Druckplatten in die Druckmaschine eingesetzt. Dann beginnt die Produktion der Zeitung…
Langsam wird mir klar, warum diese Station „Rotation“ genannt wird.

Durch die riesige Druckmaschine zu laufen war schon ziemlich krass. Im laufenden Betrieb, während kilometerweise die neue Tageszeitung an einem vorbeifliegt, alles ist laut, rotiert und in Bewegung.

Am Ende des Druckprozesses liegt eine fertig geschnittene, gefaltete und für die Weiterverarbeitung vorbereitete Zeitung. Sie wird von Fliessbandern automatisch aufgenommen und in die Halle nebenan transportiert. Dort können bis zu 8 Beilagen noch zur Zeitung hinzu gefügt werden.

Im Versand werden die Zeitungen inclusive der Beilagen nun gebündelt und per Fließband aus der Produktionshalle befördert. Draussen stehen schon die Transporter bereit, die sich um den Weitertransport zum Zusteller kümmern.

Dann ist die Zeitung dort, wo wir sie an jedem Morgen pünktlich finden. Wie immer! Und niemand sieht ihr den langen Weg von der Rolle in den Briefkasten an. 😉

Vielen Dank an das Medienhaus Lensing, für die Erlaubnis diese Aufnahmen machen zu dürfen!

Gut Licht!

Thomas M. Weber

 

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