WebRock und Dr. Seltsam

Im Stadthafen von Münster wurden während einer Baumaßnahme, in etwa 4m Tiefe, zwei Fliegerbomben aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Ein drittes, noch unbekanntes Objekt, musste ebenfalls untersucht und entschärft werden. tw_DSC_7422-2WebRock durfte als Fotograf die Maßnahmen zur Entschärfung der Blindgänger begleiten. In einem Radius von 150m rund um die Fundstelle wurden ab 12:00 Uhr ca. 2.000 Menschen evakuiert. Dabei handelte es sich hauptsächlich um Beschäftigte der umliegenden Betriebe, die vorzeitig ins Wochenende gehen konnten.
Aus diesem Grunde wurde auch die Betreuungsstelle der Johanniter in der Halle Münsterland nur von einer älteren Dame und den wartenden Journalisten aufgesucht.

Kurz nach 14:00 Uhr begann dann die Entschärfung der amerikanischen Bomben. Gut 70 min später kam dann endlich die Meldung, dass beide Blindgänger erfolgreich entschärft wurden. Bei dem dritten, anfänglich noch unbekannten, Objekt handelte es sich um einen Behälter mit Stabbrandbomben, der sich beim Abwurf damals nicht geöffnet hatte. Dessen Bergung war dann nur noch reine Routine.

 

Fotografisch anspruchsvoll war die Aktion nicht wirklich, so dass ich zu Kameraeinstellungen und weiterem Nerdkram nichts sagen muss. Trotzdem war das eine sehr anspannende Aktion. Jederzeit hätte es zu einer ernsten Situation kommen können. Es ist ein eigentümliches Gefühl zu wissen, daß nur ein paar Meter weiter jemand sein Leben riskiert, um eine Bombe unschädlich zu machen, deren einziger Zweck es war, den Tod zu bringen.

Gut Licht!

Thomas M. Weber

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