Rembrandt in 5 Minuten

Ich beschäftige mich zur Zeit mit den klassischen Lichtsetzungen für Porträts in einem Studio-Setup.
Für Porträts ist es eine schöne Sache, ein paar Standard-Szenen parat zu haben, um schnell und mit kleinem Aufwand zu guten Ergebnissen zu kommen.

Eine der grundlegendsten Lichtsetzungen ist der „Rembrandt“, benannt nach dem niederländischen Maler „Rembrandt von Rijn„, der bereits um  das Jahr 1640 sehr viele Porträts mit dieser Lichtsetzung malte.
Man benötigt dafür lediglich eine Hauptlichtquelle. Diese Lichtquelle bescheint aus einem oberen Winkel das Gesicht des Models, die andere Gesichtshälfte liegt stark im Schatten, Durch die höhere, leicht vorgezogene Position der Hauptlichtquelle ist ein Licht-Dreieck auf der dunkleren Gesichtshälfte unter dem Auge zu sehen -> Das Rembrandt-Dreieck.

Besonders gut ist die Umsetzung des „Rembrandt“ gelungen, wenn in dem der Lichtquelle abgewandten Auge noch ein Spitzlicht zu sehen ist, das Auge ansonsten aber fast ganz abgeschattet ist.

Mit Hilfe von Bouncern oder Blitzen kann man die dunkle Gesichtshälfte je nach Geschmack aufhellen, aber immer so, dass das Rembrandt-Dreieck unter dem Auge noch erhalten bleibt.

Gestern Abend begab ich mich mit Sascha also auf den Heuboden und wir bauten die notwendigen Utensilien auf:
Ein Jinbei DC-600 Porty – Eine mobile Blitzanlage
Die Jinbei Beauty-Dish 50cm mit Wabe
Und ein Nikon SB-910, garniert mit den passenden Yongnuo Funkauslösern.

Lichtsetzung "Rembrandt"

Lichtsetzung „Rembrandt“

Das Bild zeigt die Lichtsetzung: portabler Studioblitz mit Beauty-Dish und Wabe (wichtig für das gerichtete Licht) circa 45° von oben und leicht vorgezogen in Richtung Kamera.
Im Hintergrund der SB-910 im manuellen Modus, niedrigste Leistung, nur da um die dunklen Schattenpartien ganz leicht aufzuhellen.

Den Rest erledigte ich mit meiner Nikon D600 und dem 85mm f/1,8.

Hier nun unsere Ergebnisse.
Die beiden letzten Bilder entstanden ohne den Wabenvorsatz, hier wird auch der Hintergrund ausgeleuchtet, das Gesamtergebnis wirkt weicher, je nach Hintergrund aber auch unruhiger.

Bei dieser Lichtsetzung handelt es sich um eine sogenannte „Low-Key-Lichtsetzung“, harte Schatten, hohe Kontraste und schwarze Bereiche sind hier gewollt und nicht zufällig. Natürlich wirken diese Porträts schnell hart und unnahbar. Wenn man genau diesen Effekt beabsichtigt, kann man Charakterköpfe schnell und einfach in Szene setzen.

Danke an Sascha für den netten und entspannten Abend!

Viele Grüße
Georg

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2 Kommentare zu Rembrandt in 5 Minuten

  1. Ralf sagt:

    Hey.
    Danke für deinen Beitrag. Leider muss ich dir sagen, dass ich ihn sehr unstrukturiert formuliert finde. Nun kenne ich das „Rembrandt“-Licht. Hätte ich keinen Schimmer davon, würde mich dein Schreibstil eher verwirren.
    Den letzten Abschnitt empfinde ich als fachlich falsch. Rembrandt hat nix mit Low-Key zu tun und Low-Key ist nicht hart…

    Sorry, aber ich bin eben ehrlich…

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