Reine Nervensache

Der Gedanke daran, eine komplette Theateraufführung mit der Kamera zu begleiten schwebte schon länger in meinem Kopf. Dabei wollte ich mich gerne so frei wie möglich bewegen dürfen. Der Theaterverein Schwalmbühne Harbeck gestattete mir schliesslich, genau das umzusetzen. Meinen herzlichen Dank dafür! Ihr wart Klasse! Alle!

Während der Generalprobe trugen die Schauspieler bereits ihre Kostüme, waren aber noch nicht geschminkt. Bis auf ein paar Gäste war der Zuschauerraum komplett frei. Dadurch konnte ich mich komplett frei bewegen ohne jemanden zu stören.

Eine weitere Frage war die Wahl der richtigen Ausrüstung. Ich wollte so flexibel wie möglich sein und trotzdem nicht mit dem Trolley durch die Gegend rollen. 😉 Die Entscheidung fiel dann auf das 35mm f1.8 für die Arbeit hinter der Bühne und das 70-200 f2.8 für die Arbeit davor. Es stellte sich sehr schnell heraus, dass die klassische 35er Reportagebrennweite durch die hohe Lichtstärke sehr passend für das schummrige Licht hinter der Bühne war. Mit einem ISO-Bereich zwischen 800 und 1600 kam ich sehr gut zurecht.

Ein besonderes Erlebnis war es, die Emotionen der Schauspieler zu sehen. Während der Generalprobe lief alles noch relativ locker ab. Als es dann auf die Premiere am Samstag Abend zuging, wuchs die Anspannung deutlich spürbar an. Alle waren hoch konzentriert, zogen sich etwas zurück und studierten nochmal ihre Texte.

Als dann ein paar Minuten nach Beginn der Vorstellung der erste Lacher des Publikums zu hören war brach das Eis hinter der Bühne. Geschafft! Das Stück funktioniert!

Jetzt noch ein paar Worte zur Komödie „Reine Nervensache“ von Wolfang Binder:

„Schock für eine junge Ehefrau: Die Erbtante kündigt kurzfristig ihren Besuch an, um den Gatten ihrer frisch vermählten Nichte kennenzulernen. Da dieser auf Geschäftsreise ist, muss der geistig auf Sparflamme lebende Freund in dessen Rolle schlüpfen.
Das Täuschungsmanöver schein zu gelingen. Leider verursachen zahlreiche weitere Besucher ein heilloses Durcheinander, so dass bald Niemand mehr weiß, wer er oder sie eigentlich ist und Jeder Jeden mit Jedem verwechselt.
Der überraschend zurückkehrende Ehemann macht die Katastrophe schließlich perfekt. Oder ist vielleicht alles nur ein böser Traum?…“

Unter der Regie von Gaby Braun spielten: Toni Röttinger, Nadine Kosak, Matthias Kosak, Nadine Hörter, Helga Rögels, Ulrike Kotlowski, Walter Kotlowski, Birgit Röttinger, Roger Honisch, Alfred Uschmann-Kamps, Tobias Geiser. Requisite: Ingrid Kosak. Souffleusen: Michaela Röben und Haldis Schotten.

Gut Licht!

Thomas M. Weber

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