Nikon D800, Verwacklung ist ein Bedienungsfehler!

– An der D800 funktionieren nur Profi Linsen
– alle Bilder sind unscharf
– Hasselblad für Arme
– Ohne Licht geht nix
– Die D800 verzeiht keine Fehler
– Schönwetterkamera

So, ähnlich und schlimmer wird die Nikon D800 seit ihrer Markteinführung Anfang 2012 beschrieben und betitelt.

Völliger Nonsens!

Die Nikon D800 ist eine eigenständige Kamera und kein Nachfolger von irgendwas. Sie ist wie die D700, nur unendlich viel geiler! 😉
Und ja, man muss sich an sie gewöhnen. Unschärfen fallen stärker auf als früher. Aber das auch nur weil sie so extrem hoch auflöst. Die 36MP sind der Hammer! Sie zeigen natürlich deutlicher wenn man beim Aufnehmen des Bildes verwackelt hat. Andererseits sind bei scharfen Fotos Ausschnittvergrösserungen möglich an die ich früher nie gedacht hätte.
Bislang galt ja die Regel: mehr Megapixel = mehr Bildrauschen. Daher hatte ich arge Bedenken bei den ersten Tests in schlechten Lichtverhältnissen die ISO hoch zu schrauben. Mumpitz! Das gehört für moderne Kameras ins Reich der Fabeln und Mythen.

Während einer Veranstaltung in Münster habe ich haupsächlich das 50er f1,8 und das 70-200 VRII f2,8 mit einer ISO von 3.200 an der D800 eingesetzt. Ohne Stativ einfach aus der Hand. Perfekt! Das erkennbare Rauschen lässt sich in Adobe Lightroom 4 mit Minimalaufwand entfernen.

Ja, natürlich kann man dann noch in der 100% Vergrösserung in dunklen Bereichen der Bilder ein Bildrauschen erkennen. Na und? Ich möchte ja kein Haus mit meinem Foto verkleiden sondern es in 30cm x 45cm ausbelichten lassen und in eine Ausstellung hängen. Da erkennt man dann absolut nichts mehr von Bildrauschen….

100% Ansicht ISO 3200 unbearbeitet

100% Ansicht ISO 3200 Rauschreduzierung per Lightroom 4.2

Des Rätsels Lösung ist meiner Meinung nach, daß man mit den Möglichkeiten der ISO Einstellungen die Belichtungszeit reduzieren und somit die meisten Verwacklungsunschärfen vermeiden kann. Probiert es einfach mal aus. Eure Erfahrungen dazu interessieren uns natürlich. Also her damit!
In diesem Sinne.

Gut Licht!

Thomas M. Weber

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Ein Kommentar zu Nikon D800, Verwacklung ist ein Bedienungsfehler!

  1. Heinz sagt:

    Hi Thomas

    Es ist ja ein bisschen ruhiger geworden um die D800.
    Auch die Megapixel Kritiker haben ihre Kamera eingepackt und gehen wieder fotografieren 🙂

    Ich kann bestätigen, dass die Einstellung der Kamera durchaus einigen Einfluss hat, was die Schärfe anbelangt. Ein wenig Übung mit der Kamera kann nicht schaden und bringt rasch sichtbare Fortschritte. Aber diesen Prozess machte ich mehr oder weniger mit jeder DSLR mit.
    Auch bei einem Lamborghini braucht es z.B. einiges an Übung bevor man das Gefährt richtig schnell und präzise fahren kann.

    Die D800 ist ein sehr präzises Arbeitsgerät mit viel Potential für professionelle Aufnahmen und noch viel mehr Spass. Doch ich betone immer wieder, dass nicht die Kamera die guten Bilder macht, sondern der Fotograf. Aber sie ist ein gutes Werkzeug um sein Ziel zu erreichen.

    Viel Spass.

    Gruss
    Heinz

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