„Lost Place“ Berlin

Es ging mal wieder nach Berlin. Ich freue mich jedes Mal aufs Neue in die Hauptstadt zu reisen. Gibt es doch so unendlich vieles zu entdecken und zu erkunden.
tw_BER neu Panorama

Diese Tour war geprägt vom Besuch einiger Lost Places, die schon länger auf meiner ToDo-Liste standen, die ich aber nie geschafft habe. Meine Tourpläne sind immer sehr umfangreich und da wird das ein- oder andere schon mal vertagt.

Mit dem Anatomie Institut begann die Foto Tour am frühen Samstag morgen. Zu dem Gebäude selbst und dessen Geschichte kann ich nicht viel sagen, außer, daß es schon ziemlich abgerockt ist und zur Universität Berlin gehört haben soll.

tw_Hörsaal Panorama

Spannend war vor allem der ehemalige Hörsaal. So etwas hatte ich bislang noch nicht vor den Sensor bekommen. So ergab es sich, daß ich zum ersten Mal den selbstgebauten Nodalpunkt Adapter auf dieser Tour eingesetzt habe.

Weiter ging es nach Potsdam in eine seit 1994 verlassene russische Kaserne. Wir waren schon mal dort, konnten allerdings aufgrund des riesigen Areals bei weitem nicht alles erkunden. Dieses Mal war ich auf der Suche nach einem ganz bestimmten Relikt der Vergangenheit. Angeblich sollte sich in einem Gebäude noch das sehr gut erhaltene Mosaik eines Reichsadlers mit Hakenkreuzen befinden…

tw_DSC_2940-OHK

Nach einer langwierigen Suche habe ich es in einem sehr großzügig angelegtem aus Marmor gebautem Treppenhaus gefunden. Die HK sind natürlich unkenntlich gemacht, aber sie sind da. Die Größe des Mosaiks schätze ich auf 2m x 2m. Zum Größenvergleich gibt es ein Selfie!
Die Turnhalle war ebenfalls sehr spannend. Das seit vielen Jahren undichte Dach hat für einen sehr unsportlichen Bodenbelag gesorgt.

Sehr gespannt war ich auf den Besuch der Napola bei Quedlinburg, den ich über die Jungs von go2know gebucht hatte.

tw_Napola Vorplatz

„Die NAPOLA´s waren Ausleseschulen. Hier sollte die zukünftige Elite herangezüchtet werden. Allerdings stand nicht das „Einpumpen von Wissen“ im Vordergrund sondern vielmehr der gesunde Körper. Es herrschte militärische Disziplin und es gab strenge Regeln. Die Gemeinschaft war alles. Individualität wurde unterbunden.“ (Quelle: go2know)
Hier hatte ich Zeit und Muße den Nodalpunktadapter großzügig einzusetzen. Der Platz vor dem Hauptgebäude, sowie der Theatersaal und der Seminarraum boten sich dafür an. Interessant war auch der Bildwerferraum in dem sich zwei Filmprojektoren Made in Hungary befanden.

Die letzte Station des Tages war eine NVA Fahrschule. Die war relativ unspektakulär bis auf den Versammlungsraum und die Fahrsimulatoren.

Alles in allem war es eine sehr geile Tour. Da ich allein in den Lost Places unterwegs war, freute ich mich besonders auch heil dort wieder heraus gekommen zu sein. Es kommt meistens zu sehr netten Begegnungen mit anderen Fotografen, aber leider auch zu Situationen, die schnell brenzlig werden können. Auch das hat WebRock schon erleben müssen.

Gut Licht!

Thomas M. Weber

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