Immer dieser Stress…

Abends schnell noch die Fototasche packen, am nächsten Tag um 5:30Uhr ist Abfahrt!
Nichts vergessen! An alles denken!

Morgens dann los! Draußen ist es noch dunkel, abends wenn man total erschlagen wiederkommt auch wieder. Während der Tour muss alles schnell gehen, rein, raus, hinfahren, Parkplatz suchen hinhasten, knipsen, nicht im Weg stehen, selber auch noch fotografieren, stürzende Linien beachten, Belichtung im Griff haben, Brennweiten ausnutzen, losloslos zum nächsten Punkt im Tourplan!
Am nächsten Tag: Bilder sichten, bearbeiten, hochladen… Über die Feinheiten mit den Anderen diskutieren – Blende – Belichtung – ISO – Beschnitt, jeder hat eine andere Meinung, also nochmal bearbeiten, rumschicken, nachhören, wieder diskutieren, Bilder aussortieren… Tolles Wochenende!

Warum mache ich das? Warum tue ich mir in meiner Freizeit solchen Stress an? War es das, was ich wollte, als ich mit der Fotografie Anfing? Druck haben?
NEIN! Es ist ja alles nicht so, wie ich es überspitzt dargestellt habe, klar ist ein solcher Fototag anstrengend, aber es gibt sie doch, diese anderen Momente. Momente in denen ich innehalten und beobachten kann; Momente in denen ich GERNE überlege, wie ich das Gesehene auf Bildern festhalten kann, denn um dieses Gesehene geht es schließlich, deswegen bin ich losgefahren und ich möchte es nachher mit möglichst vielen Teilen!

Klar ist ein solcher Tag nicht was für jedes Wochenende, klar auch, dass ich danach vom Schleppen meinen Rücken spüre, und körperlich schlapp bin, aber innerlich habe ich ein Repertoire an Bildern, die mich einige Zeit ruhig stellen, von denen ich im Alltag zehren kann.

Und dann gibt es ganz selten diese magischen Momente, in denen man sich schon beim Fotografieren voll auf die Bilder einlassen kann. Diese Momente erlebe ich meist alleine, ohne andere Fotografen, ohne Familie, ohne Publikum.
So wie letzte Woche, als ich zum Sonnenuntergang zum Meer auf Texel gewandert bin. Alle kamen mir entgegen. Ich fast alleine am Wasser. Ruhe, Meer und stille Konzentration, da schöpfe ich Kraft für den Alltag. Ich hoffe, man sieht es meinen Bildern an.

Ich habe mir vorgenommen das auch nach dem Urlaub zu Hause häufiger zu machen: Alleine losziehen, nur eine Stunde oder etwas mehr. In Ruhe und Konzentration das Gefühl einzufangen, weswegen ich fotografiere…

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