Wo war ich eigentlich? – Georeferenzierung von Fotografien – Teil III

Auf meiner Seite Sehrbrock.org habe ich Euch unter
Georeferenzierung von Fotografien und
Georeferenzierung von Fotografien II bereits vor einiger Zeit Grundlagen und Erste Schritte zum Thema Georeferenzierung gezeigt.
Heute bin ich wieder einen Schritt weiter, und genau den Schritt möchte ich Euch nachvollziehbar schildern.

Zur Problemstellung:
1. GPS-Daten direkt mit meiner Nikon D80 in die Bilddateien zu speichern ist nicht möglich, eine solche Funktion (mit einem optionalen GPS-Empfänger) ist erst ab der Nikon D90 vorgesehen.
2. Ich bin es leid, meine Fotografien wie oben beschrieben, von Hand zu geotaggen!

Nachdem Thomas auf seine Nikon D300 und später auf die Nikon D700 umgestiegen ist, hat er die Möglichkeit über den externen GPS-Empfänger GPS-Daten direkt in die Dateien zu speichern, komfortabler geht es nicht.
Seit dem lag bei Thomas ungenutzt ein
Navin miniHomer 2.6
in den Weiten seines Schreibtisches herum.

Im Tausch gegen eine vernünftige Kopflampe wechselte dieses streichholzschachtelgroße Gerät den Besitzer.

Navin miniHomer 2.6

Navin miniHomer 2.6

Was für eine Offenbarung!
Der miniHomer macht genau das, was er soll -> er loggt den ganzen Tag, die ganze Woche, ja sogar den ganzen Urlaub hindurch die Route. Laut Hersteller hällt der Akku 14 Stunden bei Loggingbetrieb -> ich habe den Eindruck er hält länger! Ist er dennoch leer, steckt man ihn an ein USB-Kabel und lädt ihn auf.

Mit den 250.000 Trackpunkten des miniHomers kommt man mehrere Tage eventuell sogar Wochen aus, ich verbrauche an einem durchschnittlichen tag etwa 2% bis 5% der Trackpunkte, nach meinem dreiwöchigen Sommerurlaub kann ich Euch dazu mehr sagen…

Über die im Internet frei herunterladbare Software NTRIP  ist sowohl der miniHomer einfach zu konfigurieren, als auch die aufgezeichnete Route(n) nach frei wählbaren Einstellungen in verschiedenen GPS-Dateiformaten vom Gerät herunterzuladen.

Uns interessiert heute das GPX-Dateiformat, das lässt sich nämlich von Adobe Lightroom 4 gut weiterverarbeiten. Dazu muss man vor der Benutzung lediglich die Zeit des GPS-Empfängers, die per Satellit abgeglichen wird, auf der Kamera einstellen.
Wechselt man dann in Adobe Lightroom 4 in die Kartenansicht, kann man über die Menübefehle „Karte->Tracklog->Tracklog laden“  eine GPX-Datei auswählen.

Nachdem man dann die zu referenzierenden Bilder markiert hat kann man diese über „Karte->Tracklog->ausgewählte Fotos automatisch taggen“ mit den Georeferenzen versehen lassen.

Navin miniHomer 2.6

Navin miniHomer 2.6

Im Gegensatz zur internen Möglichkeit der NTRIP-Software, mit der man nur Jpeg-Dateien taggen kann, ist dies unter Adobe Lightroom 4 auch mit RAW-Dateien möglich! Und das ist gut!
Nach der Entwicklung in Lightroom finden sich auch in den exportierten Jpegs die Geodaten, es sei denn man schaltet dies beim exportieren dediziert ab.

Ich bin von diesem Worklflow total begeistert und nutze ihn kontinuierlich. Es gibt nur einen kleinen Wermutstropfen:
Die Befestigungsmöglichkeiten sind durch die doch sehr kleine, unflexible Lasche am Gerät stark eingeschränkt. Hier hat es mir sehr geholfen durch diese Lasche einen  Schlüsselring zu ziehen und daran dann einen Karabinerhaken zu befestigen -> tadellos!

Ich habe hier nur die Verwendung als GPS-Logger beschrieben, die einzig für mich relevante Funktion, die anderen Funktionen könnt Ihr auf den Seiten des Herstellers unter
http://www.znex.de/  erkunden.

Habt Ihr Fragen oder Anmerkungen? Habt Ihr andere Erfahrungen gemacht? Nutzt unser Kommentarsystem um uns die Meinung zu geigen!

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