Fotografieren mit Köpfchen

Heute möche ich einen weiteren Blick in meine Fototasche gewähren und Euch meine beiden Stativköpfe vorstellen und diese miteinander vergleichen.
Anders als mein Stativ, ein Dörr PS-15 habe ich beim Kauf meiner Stativköpfe wert auf wirklich hochwertige Produkte gelegt. Ein Stativ muss nämlich einfach nur robust und stabil sein, das Gewicht ist bei mir zweitrangig.
Ein Stativkopf muss aber darüber hinaus auch noch präzise sein und diese Präzision darf auch mit der Zeit nicht nachlassen.
Ich habe mich daher für die beiden Stativköpfe „Manfrotto 484RC2“ (Kugelkopf) und „Manfrotto MA 410 Getriebeneiger Junior“ (Dreiwegeneiger) entschieden.

Zuerst kaufte ich mir vor einigen Jahren den Kugelopf Manfrotto 484RC2. Dieser begeistert mich nach wie vor auf Grund seines geringen Gewichtes (320g) und der Möglichkeit ihn mit nur einer Schraube komplett zu lösen und zu befestigen. Wenn es schnell gehen muss und man trotzdem ein Stativ benötigt ist dieser Kopf sicher die richtige Wahl.

Bei Architekturaufnahmen hingegen wird der Segen zum Fluch. Mit einer Schraube lassen sich alle drei Achsen freistellen. Ein wirklich korrektes Ausrichten ohne stürzende Linien wird so, gerade mit einer schweren Kamerakombination geradezu unmöglich.

Immer wieder schielte ich deswegen auf den Manfrotto MA 410 Getriebeneiger Junior. Allerdings erschien mir dieser doch ein wenig zu teuer.
Erst nachdem ich ihn bei Thomas mehrfach in der Hand hielt war ich überzeugt und kaufte ihn vor Kurzem.

Das Ding ist genial! Man ist damit sicher nicht so schnell wie mit einem Kugelkopf, aber die Präzision, selbst mit schwerstmöglicher Kamerakombination, lässt sich nicht toppen! Meine Nikon D80 + Sigma 70-200 2,8 HSMII + Batteriegriff + Nikon SB900 lässt sich wie geschmiert einstellen.
Grundsätzlich kann man die einzelnen Achsen über Schnellverschlüsse freistellen, trotzdem ist man um einiges langsamer als mit dem Kugelkopf. Aber genau diese Langsamkeit ist es, die die Präzision dieses Kopfes Auszeichnet: Gradgenaue Einstellung in allen Achsen!

Einzig störend ist die, meiner Meinung nach, völlig überdimensionierte Schnellwechselplatte 410PL. Diese ragt unter meiner D80 auf drei Seiten hervor, das macht die Benutzung ganz schön unergonomisch. Die kleine Wechselplatte 200PL, die auch noch im Nachfolger des Kugelkopfes, dem Manfrotto 494RC2 verbaut wird war dagegen quasi nicht zu spüren.

Fazit:

Ich werde keinen der beiden Köpfe jemals wieder abgeben.

Soll es schnell gehen (Autorennen, Flugshows) oder kommt es nicht auf vollendete Präzision an (Landschaftaufnahmen, Nachtaufnahmen ohne Architektur) ist der Kugelkopf 484RC2 auf Grund seines Gewichtes (Trekking- und Wandertouren) und der schnellen Verstellbarkeit erste Wahl.

Der Manfrotte Getriebeneiger MA 410 Junior spielt seine Stärken da aus, wo es um Präzision geht (Food- und Produktfotografie, Architektur). Mit seinen 1,22kg wiegt er schon soviel wie ein guter Kamerabody! Die Ergonomie beim Einstellen des richtigen Bildausschnittes ist aber nicht zu überbieten.

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Ein Kommentar zu Fotografieren mit Köpfchen

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