HowTo Feuerwerksfotografie

Die Kölner Lichter am 14.7.012 stehen dieses Jahr wieder fest im Fotografischen Terminplan. Dabei handelt es sich um ein faszinierendes Höhenfeuerwerk, dass in der Nähe des Kölner Doms von Schiffen aus abgefeuert wird. 2012 steht die Veranstaltung unter dem Motto „Freundschaften“ und wird wie im vergangenen Jahr knapp 1. Mio Besucher anlocken!

Kölner Lichter 2011

Kölner Lichter 2011

Nun aber zu den Herausforderungen die ein solches Spektakel an den Fotografen stellt. Es sollte eine DSLR vorhanden sein, die man manuell steuern kann. Das bezieht sich auf die Kamera und den Fotografen. 😉 Ein Fernauslöser sollte ebenfalls dabei sein und natürlich ein Stativ.
Die nächste Hürde die genommen werden muss ist die Anreise. Dabei ist weniger der Weg sondern vielmehr der Zeitpunkt der Ankunft gemeint. Letztes Jahr war ich gegen Mittag an meinem Wunschstandort und habe es nur der Freundlichkeit anderer Fotografen zu verdanken gehabt, dass ich mich noch dazu stellen durfte. Der erste Fotokollege hatte sich bereits seit 6! Uhr (in Worten sechs) morgens den Platz gesichert. Zur Info, das Feuerwerk startet gegen 22:00 Uhr.
Das Nächste ist die Wahl des richtigen Fotostandortes. Diese Entscheidung sollte vor der Fahrt nach Köln bereits gefällt sein. Mein Favorit ist die Uferpromenade zwischen Tanzbrunnen und Zoobrücke. Ich wollte auf meinen Bildern gerne den Dom im Hintergrund haben. Das passt an der Stelle ganz gut. Viel Flexibilität hat man allerdings nicht mehr wenn man erst mal vor Ort ist. Ist man zufrieden mit seiner Wahl heisst es das Stativ aufbauen, soviel Platz wie möglich für sich sichern und warten. Lange warten….

Kölner Lichter 2011

Kölner Lichter 2011

Geht es dann endlich mit dem Feuerwerk los, wird es richtig spannend. Mir geht es jedenfalls immer so. Wie lange muss ich belichten? Welche Blende nehme ich, welche ISO? Und wie war das mit der Brennweite? Weitwinkel oder Normalobjektiv? Gehe ich in den manuellen Modus oder lasse ich die Automatik alles machen?
Einige Feuerwerke durfte ich bereits fotografieren. Daher haben sich ein paar Dinge als brauchbar erwiesen. Für die Kölner Lichter ist, natürlich abhängig vom Standort, eine Brennweite zwischen 24mm und 70mm völlig ausreichend. Die Kamera setze ich in den manuellen Modus und wähle die Blende vor. Sie sollte maximal auf f5,6 eingestellt sein. Als Belichtungszeit wähle ich ca. 1 sec bei ISO 200. Die Lichtverhältnisse ändern sich durch die Feuerwerksraketen und Böller permanent, so das man jede Automatik damit überfordern würde. Nun noch sorgsam den Bildausschnitt wählen so das alles was man von der Kölner Skyline auf dem Bild haben will auch gut positioniert ist.
Jetzt kommt der Fernauslöser ins Spiel. Sobald die Knallerei los geht heisst es für den Fotografen auch nur noch: Dauerfeuer! Zwischendurch sollte man immer mal wieder einen Blick auf das Display werfen und kontrollieren ob sich keine groben Fehler eingeschlichen haben. Du kannst auch gerne die Belichtungszeit mal verlängern oder auch verkürzen. Je nachdem was sich am Himmel abspielt kann das auch ganz gut sein.

Zuhause am PC wird dann gnadenlos aussortiert. Es ist völlig normal, wenn 90% – 95% der gemachten Bilder im digitalen Nirvana verschwinden. Besonders bei den ersten Gehversuchen mit Feuerwerksfotografie ist das so.
Und das war´s auch schon. Keine Taschenspielertricks, keine „Kaninchen aus dem Hut“ Zaubernummer. Es ist vielleicht für den ein- oder anderen Leser etwas enttäuschend, dass sich diese Anleitung nicht wie hochtrabende Kunstfertigkeit liest. Schlicht und ergreifend handelt es um die Weitergabe von in vielen Versuchen und Testaufnahmen erworbenem Fachwissen. Letztendlich ist Fotografie auch Handwerk.

Gut Licht

Thomas M. Weber

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