Brennende Neugier…

Wer uns auf Facebook folgt oder sich mein Profil in der Fotocommunity anschaut, wird mitbekommen haben, dass ich seit einigen Tagen mit Feuerkreiseln experimentiere.

Hier möchte ich heute erklären, wie man solche Feuerkreise fotografiert, über die Risiken und Nebenwirkungen schreiben und den Spaß verdeutlichen.

Benötigtes Material Feuerkreis

Benötigtes Material Feuerkreis

„Wie geht das eigentlich?“

Man besorge sich:

– Stahlwolle, möglichst fein (000 oder 0000)
– Schneebesen (am besten aus Edelstahl)
– Kette (pro Schneebesen etwa zwei Meter)
– Schutzbrille
– Wassereimer, Flaschen mit Wasser oder Löschdecke

Kette mit Schneebesen SICHER verbinden, Schneebesen mit Stahlwolle füllen, nicht zu locker, nicht zu fest.

Während Ihr auf die Blaue Stunde wartet, zieht Ihr Euch um.

„Was ziehe ich an?“

Feste, alte Kleidung, möglichst dunkel, Jeans- oder Baumwollstoffe, KEIN Synthetik! Schirmmütze aus Baumwolle, Arbeitshandschuhe!
Die Funken sind mehrere hundter °C heiß! Sie glühen auch nach Auftreffen auf dem Boden, gegen Gegenstände oder Menschen weiter! Deswegen Baumwollstoffe, diese sind schwer entflammbar. Dunkel deswegen, damit der Feuerkreiselschleuderer nicht im Foto zu sehen ist.

 „Wo mache ich es?“

In der Nähe von Wasser bieten sich Feuerkreisel immer an. Einerseits wegen der spannenden Spiegelungen, andererseits wegen der vorhandenen Löschmöglichkeiten.
Weit weg mit der Kameratasche! Auch da brennen sich die Funken einfach durch.
Auch im Schnee sehen die Feuerkreise beeindruckend aus, hier ist praktischerweise das Löschmittel direkt verteilt.
Auf Weideflächen, Wiesen oder Rasen, nur dann wenn man über genügend Löschmittel verfügt. Ein Grasflächenbrand breitet sich sehr schnell aus!

„Wie bereite ich die Ausrüstung vor?“

Unser Aufbau für die Feuerkreisel

Unser Aufbau für die Feuerkreisel

Entweder steht man mit der Kamera so weit weg, dass man keinesfalls in der Flugbahn der Funken steht oder man schützt sich und die Kamera mit einer Glasscheibe. So hat man die Möglichkeit im Funkenregen zu stehen und dynamischere Bilder zu machen. ACHTUNG:
Ein Funken auf die Linse: Linse kaputt!
Ein Funken in das Auge: Auge kaputt!

 „Und wann geht es los?“

Unser Aufbau für die Feuerkreisel

Unser Aufbau für die Feuerkreisel

In der Blauen Stunde! Stellt die Kamera so ein, dass Ihr um die 30 Sekunden oder länger belichten müsst, dann kann man schön lange Kreiseln.
Einer steht hinter der Kamera um sie auszulösen, der andere zündet mit einem Feuerzeug die Stahlwolle an, bis sie glüht, schwingt man jetzt desn Schneebesen an der Kette im Kreis, glüht die Stahlwolle hell auf und Funken stieben in die Schleuderrichtung. Erst wenn der Schneebesen kreiselt, wird vom ersten Menschen die Belichtung gestartet.

 „Wie geht’s weiter?“

Nach der Belichtung bleibt Ihr mindestens 15 Minuten vor Ort, um auszuschließen, dass Ihr Glutnester übersehen habt!
Dann alles einpacken und ab nach Hause! Da Ihr im RAW-Format fotografiert habt, habt Ihr am Rechner zu Hause viele Möglichkeiten das Letzte aus den Bildern herauszuholen!

Soweit alles klar? Dann viel Spaß mit unseren Ergebnissen der letzten Tage!

Wenn Ihr das alles unter Aufsicht lernen möchtet, meldet Euch einfach bei uns, wir organisieren dann einen Workshop für Euch!
Noch Fragen? Kommentare? Her damit!

Viele Grüße
Georg

Besonderen Dank an Finn Drees und Andreas Drees, mit denen ich die Bilder gemacht habe!

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