Das große Graben

Eine Nebenwirkung der Tagebaue in Garzweiler und Inden ist die Umsiedlung der Menschen, die in direkter Nähe der Tagebaue leben. Viele Dörfer sind leider mitten im Abbaugebiet der gefrässigen Bagger entstanden. Etliche Ortschaften sind schon dem Erdboden gleich gemacht worden, weitere werden folgen.

Für uns Urbexer entstehen so weitere „Lost Places“ die teilweise einen Besuch wert sein können. Während wir uns ab und an in Häusern aufhalten die teilweise seit Jahrzehnten leer stehen, ist dieses Glück den Gebäuden rund um die Tagebaue nicht beschieden.

Wir besuchten gegen Ende des vergangenen Jahres einen Ort der bereits zum größten Teil verlassen war. Nur noch wenige, meist alte Menschen, weigern sich bis zum Schluß ihre Heimat zu verlassen.

Das Hauptziel des Tages war ein seit 8 Jahren aufgegebenes Krankenhaus am Rande des Ortes.

Zum Krankenhaus gehörte eine Kapelle in der wir uns relativ lange aufgehalten haben. Sie war das Highlight des gesamten Komplexes.

Zum Abschluss des Tages führte unser Weg an einen Aussichtspunkt am Tagebau Garzweiler. So schön die Bilder auch sein mögen, wenn man am Rand dieser unvorstellbar großen Wunde steht, die dort in die Landschaft gefressen wird, fragt man sich ob das wirklich nötig ist…

Gut Licht!

Thomas M. Weber

 

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