Das flache, weite Land

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Man sagt ja, man sähe im Emsland bereits am Freitag wer am Sonntag zu Besuch käme. Es mag so sein, doch auch hier gibt es Orte, die man nicht kennt, geschweige denn schon mal gesehen hat. Zwischen Wäldern, Hügelgräbern und der Transrapid Strecke gibt es mehr zu entdecken als man ahnen würde. WebRock hat ein paar dieser Orte besuchen dürfen.

Einer dieser Orte ist ein Relikt des Kalten Krieges. Die SAS (Special Ammunition Site) war ein Depot für Atomwaffen. Da es weder Zäune noch Mauern gab, war der Zugang mehr als einfach.

Ein verlassener Gutshof, in der Urbexer Szene als Geisterhaus betitelt, machte diesem Namen keine Ehre. Wir haben jedenfalls weder Geister, noch andere mysteriöse Dinge dort entdecken können. 😉

Die Gedenkstätte des Dorfes Wahn war unser nächstes Ziel. Das Dorf wurde in den 1940er Jahren aufgelöst, da die Nationalsozialisten den Krupp´schen Schießplatz erweitern wollten. Im Zuge der Erweiterung wurde das Dorf Wahn dem Erdboden gleichgemacht. Wir besuchten den Friedhof des Dorfes.

Zum Abschluß der Tour besuchten wir eine Wiese, auf der 24 Kampfpanzer in 4 Reihen á 6 Panzern säuberlich abgestellt waren. Es handelt sich dabei um 23 amerikanische Modelle vom Typ M47 Patton und einem deutschen Leopard 1 Panzer.
So ganz erschlossen hat sich mir der Sinn der Kettenfahrzeuge auf der Wiese nicht. Für den Beschuß mit scharfer Munition werden sie sicher nicht eingesetzt, da sie äußerlich kaum Schäden an der Hülle aufweisen.
Es gibt Dinge, die muss man nicht verstehen, aber der Anblick dieser 24 Panzer ist schon schwer beeindruckend und bietet haufenweise Motive. Aber letztendlich dient jede Tour hauptsächlich dem fotografischen Interesse.

Daher ist zu den Panzerfotos noch etwas zu sagen. Ich wollte gerne das statische Objekt, den M47, scharf abbilden und im Himmel die vorüber ziehenden Wolken. Ich hatte Glück, der Himmel war perfekt für diese Aufnahmen geeignet. Eingesetzt habe ich dabei an meinem 14-24 Weitwinkel den Filterhalter von logodeckel.de und den Haida Optical Square Neutral Graufilter 150 mm x 150 mm. Der Filter hat unter dieser Lichtsituation mit Wolkenfeldern und sonnigen Abschnitten Belichtungszeiten von 60 – 70 sec ermöglicht. Gleichzeitig habe ich Blende mit f22 komplett geschlossen. Ja, die Beugungsunschärfen bei geschlossener Blende nehme ich dabei in Kauf. Meine Priorität lag woanders. 😉 Die ISO musste ich ebenfalls von der Standardeinstellung 100 auf 50 reduzieren. Nur so waren diese Belichtungszeiten möglich.

Fotografieren lernt man durch fotografieren!

Bis dahin, Gut Licht!

Thomas M. Weber

 

 

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