Campers rettender Strohhalm

„Du hast einen Taschenfetisch!“
Meine bessere Hälfte ist nicht die Einzige, die mir das regelmäßig mitteilt.
Ich kann das nicht verstehen, Taschen sind einfach wichtig! Stellen wir uns mal vor ich müsste eine kleine Wanderung, ohne Verpflegung, dafür mit Schlafsack in Nordkanada unternehmen und hätte nur zu große oder zu kleine Taschen…
Aber ich schweife ab. Ich bin nicht in Nordkanada, zur Zeit bin ich auf Texel im Campingurlaub (und zwar genau hier…). Es war schon schwer genug meine LowePro Nova 200 AW Tasche und meine Ortlieb Aquacam durchzusetzen, ich haette wohl auch noch den Mini Trekker AW Foto-Rucksack mitgenommen, aber da wurde es selbst im VW-Bus zu eng…
Dass ich die Ortliebtasche gerne mit an den Strand nehme hatte ich ja schon an anderer Stelle geschrieben.
Es fällt mir zwar immer wieder schwer mich dann auf nur eine Linse und vielleicht den SB-900 zu beschränken, aber Sicherheit geht vor!
So habe ich es bis zum heutigen Tage geschafft, schöne Familien- und Strandfotografien mit unzureichendem Equipment zu bewerkstelligen!
Taschenfetisch? Pah! Dann hätte ich ne wasserdichte Tasche in die meine ganze Ausrüstung reinpasst!

Heute hat sich dann gezeigt, wofür mein Fetisch dienlich ist.
Am letzten Tag auf Texel ging es heute noch einmal an den Strand. Da wir die Gelegenheit nutzen wollten noch ein paar Fotos für das Familienalbum zu knipsen, war in der wasserdichten Ortlieb Aqua-Cam Tasche meine Nikon D80, mein Sigma 24-70 f/2,8 und mein Nikon SB-900. Damit traut man sich dann auch schon mal ein paar Meter in das Meer. Frei nach dem Motto: bis jetzt ist nie was passiert, und wenn, dann ist ja alles wasserdicht verpackt!

Den Schreck, der mich durchfuhr, als ich unter Wasser in eine kleine Senke trat und drohte hinzufallen, kann ich euch kaum beschreiben! Zumal ich reflexartig die Tasche losließ, die daraufhin in der Nordsee schwamm! Ja, sie schwamm tatsächlich, hüpfte in den Wellen hin und her und sah irgendwie aus, wie dafür gemacht.
Als ich mich vom ersten Schreck erholt hatte, zückte ich mein Smartphone und machte ein paar Bilder. Danach fischte ich die Tasche aus der rauen See.
Immer noch in Sorge um den Inhalt drückte ich auf die Tasche, doch die Luft in der Tasche entwich nicht.
Nun schnell zurück zum Bulli, sind ja nur zwei Kilometer Fußweg.
Die Tasche habe ich unterwegs nicht geöffnet, ich hatte Angst, dass dann Sand und Wasser doch noch Schaden anrichten könnten.
Am Campingplatz angekommen habe ich erst noch ein Foto gemacht und dann die Tasche mit Leitungswasser abgespült, ohne zu sehr auf den Zip-Verschluss zu Zielen.
Danach noch fünf Minuten warten, damit das Wasser abläuft und dann geöffnet…
Meine Erleichterung war grenzenlos als ich feststellen durfte, dass im Inneren der Tasche nicht ein bisschen Feuchtigkeit war!
Die Tasche hängt jetzt am Außenspiegel und trocknet.
Heute hat sich die Anschaffung der Tasche bezahlt gemacht! So schrecklich der Gedanke auch sein mag, was alles hätte passieren können, so cool sah es aber auch irgendwie aus, wie die Tasche in der Nordsee vor sich hindümpelte…
Beim nächsten Strandtag ist sie wieder dabei, oder die wasserdichte Tasche, in die alles passt, wenn ich sie denn jemals finde…
Bis bald in Good Old Germany
Euer Georg

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