Alles klar – Abwasserwerk Emsdetten

Immer wieder kam ich an der Kläranlage in Austum vorbei. Jedes mal nahm ich mir vor mich nach einer Fotoerlaubnis zu erkundigen. Ich wollte unbedingt wissen, was hinter dem von einer Kamera überwachten Tor geschieht.

tw_63060

Nachdem die Erlaubnis vorlag, vereinbarten wir einen Termin für unsere Fotosession. Zusammen mit „Emsdetten fotografiert“ dokumentierten wir die einzelnen Stationen und Verschmutzungsgrade des Wassers.
Doch zuerst musste geklärt (in diesem Zusammenhang ein nettes Wortspiel) werden, wie es das Abwasser überhaupt schafft in die Kläranlage zu kommen….

Über 19 im Stadtgebiet Emsdettens verteilte Pumpwerke, in einem ca. 307km langen Kanalsystem, sorgen dafür, daß das Wasser bis nach Austum fließt. Dort angekommen hebt ein Schneckenpumpwerk das Wasser bis auf eine Höhe an mit der es anschliessend im freien Gefälle durch die Kläranlage laufen kann.

Anschliessend läuft das Abwasser durch eine Rechenanlage. Hier werden die Grobstoffe aus dem Wasser gefiltert. Weiter geht es durch den Sand und Fettabscheider, durch die Venturi-Rinne in der verschiedene Messungen wie pH-Wert, Temperatur und Salzgehalt durchgeführt werden. Durch das Verteilerbauwerk wird das Wasser dann auf die beiden Belebungsbecken aufgeteilt.

Hier findet die eigentliche biologische Reinigung des Abwassers statt. Sie wird von kleinsten Lebewesen und Bakterien erledigt für die die Schmutzstoffe als Nahrung dienen. Nach der biologischen Behandlung wird das Abwasser den Nachklärbecken zugeführt. Die vorletzte Station ist dann das Schönungsbecken.

Bevor das gereinigte Wasser endgültig in die Ems fliessen kann, wird in der Flockenfiltration der Phosphatgehalt des Wassers weiter abgesenkt. Das war allerdings jetzt nur die Ultrakurzversion dessen was im Abwasserwerk Austum stattfindet. Es war sehr spannend und interessant zu erfahren was passieren muss um das so sorglos abgespülte Wasser wieder zu genießbarem Trinkwasser zu machen. Es ist letzten Endes das wichtigste Lebensmittel für alle Lebewesen.

Da im Klärwerk auch viel Technik benötigt wird, soll auch diese nicht zu kurz kommen und wenigsten in einem Überblick gezeigt werden.

 

Zum fotografischen Teil sei noch gesagt, daß ich mich wirklich ernsthaft und mit aller Härte gezwungen habe nicht das Nikon 14-24mm permanent aufgeschnallt zu lassen. Das war nicht einfach aber es ging letzten Endes doch. 😉 So ist der überwiegende Teil der Aufnahmen mit dem Nikon 24-70mm entstanden und zwar offenblendig. Ausserdem sind ausnahmslos alle Bilder unter Verwendung des Statives gemacht worden. Mir ist bereits mehrmals aufgefallen, dass ich mich mit Stativ intensiver mit einem Motiv auseinander setze als ohne das Dreibein. Das liegt ganz sicher auch daran, daß der Zeitaufwand für ein Bild viel grösser ist, als wenn man mal eben im vorbeigehen auf den Auslöser drückt. So passierte es dann auch, dass ich von der letzten 2-Tagestour mit „nur“ 232 Bildern zurück kam und der Ausschuss bei nur knapp 15% lag. Ein Mitfahrer kam mit über 2.000 Bildern nach Hause. Über Ausschuss, Qualität und vor allem die Zeit bei der Durchsicht und Nachbearbeitung muss man nichts sagen. 😉

Bleibt neugierig und bis dahin

Gut Licht!

Thomas M. Weber

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Löse die Aufgabe um den Kommentar freizuschalten! (Sicherheitscode) * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.