24h am Nürburgring

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Eine der weltweit bekanntesten und härtesten Motorsportveranstaltung ist das 24h-Rennen am Nürburgring, in der sog. Grünen Hölle. Die Besonderheit liegt in der ca. 25,5km langen und bekannterweise sehr anspruchsvollen Strecke. Bis zu 190 Fahrzeuge sind maximal für das Rennen zugelassen, wobei grundsätzlich jedes Fahrzeug vom Clio bis zum Supersportler teilnehmen kann.

Die Zahl der zugelassenen Journalisten und Fotografen ist streng begrenzt. Aus aller Herren Länder sind Motorsportjournalisten vor Ort und berichten über diese einzigartige Rennveranstaltung.

In diesem Jahr wurde mir die große Ehre zuteil, einer der offiziell akkreditierten Fotografen an der Strecke sein zu dürfen.
So eine Möglichkeit fliegt einem normalerweise nicht einfach so zu, sondern erfordert schon eine gewisse Vorarbeit. Bereits im vergangenen Jahr habe ich daher mit den Vorbereitungen begonnen. Zuerst galt es ein Motorsportteam zu finden, dass mich als Fotografen akzeptiert und bereit ist mir ein „Zuhause“ an der Rennstrecke zu geben. Als ich ein Team gefunden hatte waren wir uns bald einig über die Erlaubnis das Team mit der Kamera begleiten zu dürfen. Dann kam das große Aber. Die Teams dürfen leider keine Akkreditierungen vornehmen, dh. keine eigenen Pressevertreter mitbringen.

Also habe ich in Münster bei den Westfälischen Nachrichten angefragt und erklärt, daß ich ein Münsteraner Motorsport Team mit der Kamera die kompletten 24h begleiten möchte um eine Fotodokumentation des Rennens zu machen.
Das kam gut an und hat funktioniert. Als Gegenleistung für den Auftrag der WN Sportredaktion sollte ich etwa 40 Bilder des Rennens bei der WN abliefern. Nun galt es aber die größte Hürde zu knacken. Die Pressestelle des ADAC Nordrhein…

Wenn das nicht funktioniert hätte, wäre dieser Artikel nicht geschrieben und von Euch auch nicht gelesen worden. 😉
Mit diesen vielen Worten habe ich nur ganz grob umrissen was nötig ist und auch möglich wird, wenn man nur intensiv genug auf ein bestimmtes Ziel hinarbeitet.

Ab jetzt beginnt der Teil, der mit Kamera und Ausrüstung zusammen hängt. Es gilt genau zu überlegen was man mitnimmt und was nicht. Zu der Überlegung was man mitnimmt gehört natürlich dann auch die Frage wie man es mitnimmt. Die Wege am Ring sind lang und beschwerlich. Da muss man genau überlegen was man wirklich braucht. Ich wollte auf jeden Fall beide Kameras mitnehmen, das Stativ, den Nodalpunktadapter und damit zwangsläufig auch den Nikon 14-24mm Glasbaustein. Ich wollte unbedingt zur Blauen Stunde in der Boxengasse während des Rennens ein Panorama anfertigen.
Somit war auch die Entscheidung für das 24-70 und das 70-200 gefallen. Mit diesen Brennweiten sollte ich für 99% aller Fälle gut gerüstet sein. Die ausgewählten Gläser haben auch gut funktioniert und waren ausreichend. Transportiert habe ich sie in meiner kleineren Fototasche, der Nova 200AW von Lowepro. Sie hat Allem den nötigen Platz geboten. Für den Einsatz am Ring war sie aber leider ungeeignet. Wie ich schon sagte, sind die Wege am Ring sehr lang und da wäre ein Rucksack oder das Street & Field System durch die gleichmässige Verteilung des Gewichtes auf beide Schultern wesentlich besser geeignet gewesen.

Wer schon mal am Nürburgring ein paar Tage verbracht hat, weiß wie es dort um das Wetter bestellt ist. Es ist so unzuverlässig wie man es sich nur vorstellen kann. Daher ist man im Bezug auf die passende Kleidung mit dem Zwiebellook am Besten beraten. Zum Beweis sei angemerkt, daß ich während der ersten Stunde nach dem Start am Ende der Zielgeraden in der prallen Sonne stand, während das Rennen wegen extrem heftigem Sturm, Hagel und dadurch verursachter Unfälle auf der Nordschleife abgebrochen werden musste…
Mit festem Schuhwerk, und robuster Kleidung ist man schon mal gut aufgestellt. Sinnvoll ist sicher auch ein Regenschutz für die Kamera und Objektiv. Wer sich während des Rennens auch direkt in der Boxenstraße aufhalten will, braucht zwingend einen Rennoverall.

Was ebenfalls sehr sinnvoll gewesen wäre, wenn ich es denn gewusst oder bedacht hätte, ist sich einen Motorroller zu leihen. Die Fotografenkollegen (mit Erfahrung) sah ich ständig damit durch die Gegend fahren. Da der Ring einen Shuttle Service für Medienvertreter eingerichtet hatte, verschwendete ich keinen weiteren Gedanken an ein eigenes Gefährt. Die Shuttle´s fuhren zwar regelmässig aber nur an wenige Stellen der Nordchleife. Um von der Haltestelle am Brünnchen an das Karussell (Steilkurve) zu kommen, musste ich bei bestem Regenwetter ca. 40min einen matschigen Waldweg bergauf gehen. Das war wirklich kein Spaß! Als ich oben angekommen bin, dauerte die wetterbedingte Unterbrechung des Trainings weiter an.
Mit den britischen Streckenposten zusammen trällerte ich die lustige Volksweise: Singin´in the Rain.

Insgesamt war es eine sehr interessante Erfahrung die ich am Nürburgring machen durfte. Ich habe wieder sehr viel dazu gelernt. Sollte es im nächsten Jahr eine Wiederholung geben, wäre ich auf jeden Fall schon mal wesentlich besser aufgestellt als 2016. Der Umfang meiner Ausrüstung würde sich verändern, nicht unbedingt verringern aber verändern. In jedem Fall wäre ein anderes Aufbewahrungsbehältnis zu wählen. Entweder kommt ein Rucksack zum Einsatz oder das bereits erwähnte Street & Field System von Lowepro. Dieses Koppeltragegestell mit jeder Menge Taschen sieht zwar sehr martialisch aus, macht aber durchaus Sinn. Das Gewicht verteilt sich sehr angenehm auf Schulter und Hüfte.
Ich würde mir eine Motorisierung besorgen, um damit an Streckenabschnitte zu fahren, an die ich dieses Jahr nicht heran kam.
Am Anfang habe ich noch gedacht, daß 24h eine so ultralange Zeit ist, um alles umsetzen zu können, was ich mir vorgestellt habe. Dem ist aber definitiv nicht so. Es gab nicht eine Minute Langeweile und die Zeit flog nur so dahin.

 

An EDV oder Datensicherung habe ich keinen Gedanken verschwendet. Auch das würde ich ändern. Im Pressebereich findet man alles, was das Herz begehrt. Man hat jede Menge Monitore um den Verlauf des Rennens verfolgen zu können, Stromanschluss und freies WLAN. Hier kann man schon mal Bilder aussortieren oder bearbeiten. Das war für mich in 2016 nicht zwingend erforderlich, da ich nicht live berichten musste.

Es bleibt spannend!

Gut Licht!

Thomas M. Weber

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„It´s not allowed City“ aka Dubai

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Durch eine unerwartete Fügung hatte ich die Gelegenheit für eine Woche in die Vereinigten Arabischen Emirate zu reisen. Die ersten Tage verbrachte ich in Dubai und Abu Dhabi. die letzten 2 Tage in Ras al Khaimah. Es war eine reine Fototour. Pool und Strand war nicht auf der Agenda.

Um es vorweg zu sagen, Dubai ist auf jeden Fall schwer beeindruckend. Nach spätestens 2-3 Tagen verfliegt allerdings der Zauber. Es ist eine Großstadt, fast wie andere auch. Natürlich ist alles edler als woanders. Alles ist schicker, alles ist feiner und alles ist klimatisiert. Wirklich alles. Das schliesst sämtliche Bushaltestellen mit ein. Es fehlt ihr aber an einer persönlichen Note. Es hilft nichts den Big Ben zu kopieren oder das Chrysler Building im Doppel zu haben. Auch das höchste Gebäude der Welt zu haben ist nicht alles. Es gibt keine echte Altstadt, nur Neues, noch edler und noch grösser…

Während der Tour durch die Stadt traf ich ständig auf Wachleute. Jedes Mal war irgend etwas not allowed. Es ist not allowed da durch zu gehen. Es ist not allowed hinein zu gehen. es ist not allowed die Glasfassade zu fotografieren. Es ist not allowed die Kamera da hin zu legen. Es ist not allowed diesen Zweig der Palmeninsel zu betreten oder zu befahren. Das gleiche gilt für bestimmte Strandabschnitte, die nähere Umgebung des Burj al Arab und noch so einiges mehr. Auf dem Bürgersteig stehen zu bleiben um auf die Blaue Stunde zu warten ist auch so ein Beispiel, es war not allowed… Das war also wirklich alles andere als Fotografenfreundlich…

Freundlich waren ausnahmslos alle Nichtwachmänner. Egal wen ich mal nach dem Weg oder was anderes fragen musste war freundlich, nett und zuvorkommend. Die Menschen in der Stadt machten insgesamt einen entspannten Eindruck.
Entspannt volltanken konnte ich meinen Leihwagen für 15,-bis 18,- EUR.

Der Höhepunkt, im wahrsten Sinn des Wortes, war der Besuch auf dem Burj Khalifa. Ich hatte im Vorfeld die Karte gekauft und auch angekündigt mit Stativ dort hinauf zu wollen. Erstaunlicherweise war das allowed und es gab keine Probleme. Von der Aussichtsterrasse im 124. Stock hat man einen megageilen Blick über die Stadt. Falls das jemand ebenfalls machen möchte, soll er sich ein ca. 1m² großes schwarzes Tuch mitnehmen und um das Objektiv legen sobald der Bildausschnitt gewählt wurde. Damit verhindert man Reflektionen auf dem Foto weil man durch dickere Scheiben fotografieren muß.

Auf dem Weg zum Hotel in Ras al Khaimah kam ich in der Wüste noch an einem verlassenen Flugplatz vorbei. Das Gute an VAE Autobahnen ist, dass sie einem alle paar Kilometer die Möglichkeit geben zu wenden. Es standen eine Iljuschin 76 und eine Antonov 24  (Tante Anna) einfach so in der Wüste rum und wollten geurbext werden. Die Prioritäten waren somit auf Warnschilder ignorieren und einfach machen gesetzt.

Kurz vor dem Heimflug sollten unbedingt noch frei lebende Kamele auf den Chip. Auf einer Wegstrecke von 150km bis zum Flughafen sollte sich da bestimmt noch was machen lassen…

Der nette Kamelhirte war damit einverstanden fotografiert zu werden. Auch er war nett ohne dafür bezahlt worden zu sein. 😉

Gut Licht und denkt daran:

Es ist not allowed to stop WebRock!

Thomas M. Weber

 

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DeBeFra Tour

Es wurde mal wieder Zeit für eine größere Urbex Tour. Seit längerem stand fest, daß es eine Fototour zur Maginot Linie in das Festungswerk Michelsberg geben wird.  Neben diesem festen Ziel galt es weitere lohnenswerte Örtlichkeiten zu finden. Wir wälzten Karten und wühlten uns durch Alben anderer Urbexer um zu selektieren welche Orte unbedingt besucht werden mussten.
Nach wochenlanger Planung waren die Ziele gesetzt und es ging endlich los! Erstes Ziel war das jedem in der Szene bekannte Chateau Bambi. Ein ziemlich abgerocktes Anwesen, das trotzdem noch seinen Charme hatte.

Zweiter Punkt auch dem Plan war ein verlassenes Schwimmbad, dass wir schon mal besucht hatten aber nur von aussen besichtigen konnten. Es gab damals keinen Weg hinein. Dieses mal war das völlig anders. Sämtlich Türen und Fenster waren offen und dem entsprechend sah es auch im Inneren aus….

Mein persönliches Highlight an diesem Tag folgte direkt im Anschluss. Auch diesen Kühlturm hatten wir schon einmal besucht und sind drunter-, hinein und hinauf geklettert. Er war diesen zweiten Besuch mehr als wert!

Am Samstag folgte nun der Besuch im schon erwähnten Festungswerk Michelsberg. Wir trafen uns pünktlich um 10:00 Uhr vor der Bunkeranlage. Da es sich bei unserem Besuch um eine reine Fototour handelte, hatten wir vereinbaren können außerhalb der normalen Öffnungszeiten hinein zu dürfen. Somit konnten wir uns ganz auf das Fotografieren konzentrieren ohne Rücksicht auf andere Besucher nehmen zu müssen. Der Fototag begann, nachdem wir unser Gerödel sicher verstaut hatten, mit einer Führung durch die Anlage. So konnten wir schon mal einen ersten Eindruck von den Motiven und den Ausmaßen dieses Objekte gewinnen.

Die Zeit flog nur so dahin. Am Ende des Tages waren wir 9 Stunden in der Anlage und sind nicht wirklich fertig geworden. 😉

Am 6.8.2016 wird es erneut einen Fototag im Festungswerk geben. Wer mitkommen mag, meldet sich bitte bei mir per email an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wenn auch früher knapp über 500 Soldaten ihren Dienst hier verrichtet haben, reichen schon 20 Fotografen um sich gegenseitig vor der Linse zu stehen. 😉
Bei Wikipedia gibt es weiterführende Informationen: https://de.wikipedia.org/wiki/Ouvrage_Michelsberg

Zur Blauen Stunde schafften wir es noch so gerade an die Moselschleife bei Bremm. Hier kam für mich das erste Mal eine neue Technik des Fotografierens zum Einsatz. Die vorbeifahrenden Fahrzeuge schafften es nicht in der von mir gewählten Belichtungszeit von 30sec die Moselschleife zu umrunden. Eine längere Belichtungszeit hätte die Lichter des Ortes Bremm ausfressen lassen. Daher entschied ich mich dafür mehrere Aufnahmen zu machen und sie dann übereinander zu legen. Das mag für einige das normalste der Welt sein, für mich war es ein Novum. 😉

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Am Sonntag morgen treten wir den Rückweg an. Natürlich nicht, ohne noch ein weiteres Ziel aufzusuchen. Zu diesem Ort mache ich keine weiteren Angaben, da er schon so herunter gekommen ist, dass er keine weiteren Vandalen vertragen kann.

Es war eine sehr coole WebRock Fototour und ich freue mich schon auf die nächste Auflage am 6.8!

Gut Licht!

Thomas

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WebRock in der Wüste

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Es sollte ein Erholungsurlaub in Ägypten werden. Nur abgammeln, in der Sonne brutzeln, lesen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen….
Aus diesem Grunde habe ich auch nur meine minimalst Ausstattung mitgenommen. Kein Stativ, keine Brennweite über 70mm.

Der Gedanke hielt nicht länger als ein Augenzwinkern als ich ein Foto der Geisterstadt entdeckte. Das Web nahm sofort Witterung auf und machte sich auf die Suche.
Es handelt sich bei dem Ort um eine Bergarbeiterstadt. Sie wurde um das Jahr 2000 verlassen. Nachdem Plünderer alles verwertbare entfernt hatten, überließ man den Rest sich selbst.

Es gibt trotzdem noch viel zu entdecken wie man an den Bildern sehen kann. In vielen Häusern findet man noch Spuren der Menschen die dort einst gelebt haben. Wie auch in der Moschee, einer Schule und auch den kleinen Hütten die noch stehen.

Allerdings gibt es auch in der Touristenstadt Hurghada noch einiges zu entdecken. Man muss nur mit offenen Augen durch die Gegend ziehen und findet so manchen spannenden Ort. Die vor ein paar Jahren nach Ägypten ausgewanderte Ulrike Lüdemann führt euch durch die Stadt und zeigt Euch neben den Orten die man sehen muss auch das andere, urtümliche Ägypten.

Gut Licht!

Thomas M. Weber

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Reine Nervensache

Der Gedanke daran, eine komplette Theateraufführung mit der Kamera zu begleiten schwebte schon länger in meinem Kopf. Dabei wollte ich mich gerne so frei wie möglich bewegen dürfen. Der Theaterverein Schwalmbühne Harbeck gestattete mir schliesslich, genau das umzusetzen. Meinen herzlichen Dank dafür! Ihr wart Klasse! Alle!

Während der Generalprobe trugen die Schauspieler bereits ihre Kostüme, waren aber noch nicht geschminkt. Bis auf ein paar Gäste war der Zuschauerraum komplett frei. Dadurch konnte ich mich komplett frei bewegen ohne jemanden zu stören.

Eine weitere Frage war die Wahl der richtigen Ausrüstung. Ich wollte so flexibel wie möglich sein und trotzdem nicht mit dem Trolley durch die Gegend rollen. 😉 Die Entscheidung fiel dann auf das 35mm f1.8 für die Arbeit hinter der Bühne und das 70-200 f2.8 für die Arbeit davor. Es stellte sich sehr schnell heraus, dass die klassische 35er Reportagebrennweite durch die hohe Lichtstärke sehr passend für das schummrige Licht hinter der Bühne war. Mit einem ISO-Bereich zwischen 800 und 1600 kam ich sehr gut zurecht.

Ein besonderes Erlebnis war es, die Emotionen der Schauspieler zu sehen. Während der Generalprobe lief alles noch relativ locker ab. Als es dann auf die Premiere am Samstag Abend zuging, wuchs die Anspannung deutlich spürbar an. Alle waren hoch konzentriert, zogen sich etwas zurück und studierten nochmal ihre Texte.

Als dann ein paar Minuten nach Beginn der Vorstellung der erste Lacher des Publikums zu hören war brach das Eis hinter der Bühne. Geschafft! Das Stück funktioniert!

Jetzt noch ein paar Worte zur Komödie „Reine Nervensache“ von Wolfang Binder:

„Schock für eine junge Ehefrau: Die Erbtante kündigt kurzfristig ihren Besuch an, um den Gatten ihrer frisch vermählten Nichte kennenzulernen. Da dieser auf Geschäftsreise ist, muss der geistig auf Sparflamme lebende Freund in dessen Rolle schlüpfen.
Das Täuschungsmanöver schein zu gelingen. Leider verursachen zahlreiche weitere Besucher ein heilloses Durcheinander, so dass bald Niemand mehr weiß, wer er oder sie eigentlich ist und Jeder Jeden mit Jedem verwechselt.
Der überraschend zurückkehrende Ehemann macht die Katastrophe schließlich perfekt. Oder ist vielleicht alles nur ein böser Traum?…“

Unter der Regie von Gaby Braun spielten: Toni Röttinger, Nadine Kosak, Matthias Kosak, Nadine Hörter, Helga Rögels, Ulrike Kotlowski, Walter Kotlowski, Birgit Röttinger, Roger Honisch, Alfred Uschmann-Kamps, Tobias Geiser. Requisite: Ingrid Kosak. Souffleusen: Michaela Röben und Haldis Schotten.

Gut Licht!

Thomas M. Weber

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WebRock talkt…

WebRock krabbelte nicht in Höhlen herum, besuchte keinen Bunker und hatte auch keinen Lost Place auf der Agenda. Nicht einmal die Blaue Stunde war angesagt.

Keine Sorge, ich bleibe meinen Vorlieben treu, bin aber Neuem gegenüber immer aufgeschlossen!

Eine Talkrunde im Pumpenhaus Münster stand auf dem Plan. 😉
Jede Herausforderung bringt automatisch eine Weiterentwicklung hervor. In diesem Fall war es genau so. Während einer Talkrunde zu fotografieren stellt andere Ansprüche an den Fotografen als es ein Konzert erfordert.
Es ist unglaublich wie laut ein Spiegelschlag sein kann, wenn er zufällig in einer kurzen Gesprächspause die Stille zerreißt. Alle Gäste im Saal und auf der Bühne drehen ihre Köpfe in Deine Richtung und blicken Dich strafend an…. 😉
So schlimm war es nicht aber man muss wirklich aufpassen „den“ Moment nicht zu verpassen und trotzdem so unauffällig und leise wie möglich zu sein.

Die Nikon wurde auf den Q(uiet)-Modus gestellt um den Krach des besagten Spiegelschlages zu reduzieren. Im Grunde ist das auch nur Bauernfängerei. Der Spiegel klappt beim Auslösen nach oben und bleibt in der Stellung bis man den Auslöser los lässt und fällt dann wieder herunter. Man reduziert das Geräusch nicht sondern zieht es in die Länge und dadurch wirkt es leiser.
Als nächstes werden vor der Show bei schon schummerigem Licht ein paar Testaufnahmen gemacht um einen ISO Wert festzulegen mit dem man vernünftig arbeiten kann. Selbstverständlich stellt man die Spot Belichtungsmessung ein. An diesem Abend kam ich mit ISO1.250 sehr gut zurecht.

Am vergangenen Samstag lud Adam Riese illustre Gäste zu sich ins Pumpenhaus Münster. Oswald „Ossi“ Münnig, Ralf Kramp und Shary Reeves waren dieses Mal zu Gast auf Adams Couch.

Erster Gast auf dem Sofa war „Ossi“ Oswald Münnig den eine lange Freundschaft mit Adam Riese verbindet. Ossi ist Tourneeveranstalter, Plattenfirma und Manager in einer Person. Als Manager hat er u.a. für Götz Alsmann, die H-Blockx und Helge Schneider gearbeitet.  Man sagt ihm nach an fast jeder Autobahnausfahrt eine gute Pommesbude zu kennen.
Adam Riese zeigte Bilder aus alten Zeiten in denen Ossi noch als Sunny Domestozs oder mit den „Fidele Schwager“ auf der Bühne stand. Der Anblick zauberte sofort ein Lächeln in Ossi´s Gesichtszüge.

Der zweite Gast war Ralf Kramp. Seine ganzes Leben und Wirken erzählt von Mord und Totschlag. Als Krimi Autor und Inhaber des kbv-Verlages in Hillesheim/Eifel bewies er bereits in kürzester Zeit seine Vorliebe zum Schwarzen Humor: Er suche nun bereits seit Jahren nach dem Mörder seine Frau, behauptete er. Aber niemand wolle den Job übernehmen…
Seiner noch lebende Frau Monika führt die Buchhandlung „Lesezeichen“ in Hillesheim. So schließt sich der Kreis vom Autor über den Verlag und die Buchhandlung zum Leser.

Dritter Gast im Bunde war die zauberhafte Shary Reeves. Sie sprühte nur so vor Lebensfreude und zog das Publikum mit ihrer liebenswerten Art sofort in Ihren Bann. Zusammen mit Ralph Casters arbeitet sie als Moderatorin von „Wissen macht Ah“ für den WDR. Aufgewachsen in Köln und New York ist sie für ihr soziales und gesellschaftliches und Engagement ausgezeichnet worden. U. a. trägt sie den Titel Botschafterin der Stiftung deutsche KinderKrebs Hilfe.

Es war ein kurzweiliger Abend und hat mich wieder etwas dazu lernen lassen.

Gut Licht

Thomas M. Weber

 

 

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Zu Besuch im Zwinger

Immer auf der Suche nach Orten die etwas Besonderes für das Auge eines Fotografen bieten, kam WebRock der Zwinger in Münster vor die Linse. Ein Jahrhunderte altes Gebäude mit einer sehr bewegten Geschichte.
Die sehr unterschiedlichen Lichtverhältnisse innerhalb des Bauwerkes sorgten dafür, dass es insgesamt 5h dauerte alles zu fotografieren was wir fotografieren wollten.

Der Zwinger im westfälischen Münster ist ein Teil der ehemaligen Stadtbefestigung aus der frühen Neuzeit. In der Zeit des Nationalsozialismus war er sowohl Gefängnis als auch Hinrichtungsstätte der Gestapo und wurde durch alliierte Bombenangriffe schwer beschädigt. Seit der Umwandlung in ein Mahnmal gehört der Zwinger zum Stadtmuseum Münster und beherbergt die Skulptur Das gegenläufige Konzert.“ (Quelle Wikipedia)

„Neueren Forschungen zufolge könnte die Baugeschichte jedoch auch anders abgelaufen sein: So ist bekannt, dass Fürstbischof Franz von Waldeck zwischen Juli 1535 und März 1536 das Bauwerk „mächtiger“ machte. Somit bestand die ursprüngliche Anlage aus einem Rondell mit einem Durchmesser von ungefähr 19 m und einer Wandstärke von 1,9 m, dem heutigen inneren Ring. Um den Zwinger zu verstärken, ließ Franz von Waldeck im Abstand von rund 2,2 m eine zweite, vorgelagerte Mauer mit einer Wandstärke von ebenfalls rund 1,9 m errichten, wodurch der charakteristische Rundgang entstand, dessen Ursprung Geisberg in der teilweise Abtragung der Außenmauern sieht. Für diese neue These spricht, dass in der Außenmauer Kalkmergelbruchsteine enthalten sind. Sie wurden beim Bau der ursprünglichen Stadtmauer verwendet und könnten bei deren Abbruch und Verlegung im Bereich des Zwingers als Baumaterial für die Mauer des Bollwerks verwendet worden sein.[2]

Über die ursprüngliche Höhe des Zwingers existieren keine verlässlichen Informationen. Vor der teilweisen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg betrug sie auf der Westseite 8,75 m. Allerdings kann es sich dabei nicht um die ursprüngliche Höhe handeln, da bei der Schleifung der Befestigungsanlagen und dem Anlegen der Promenade im Jahre 1772 auch rund um den Zwinger Erde abgetragen wurde und er seitdem mindestens 2,25 m höher erscheint. Gut zu erkennen ist dies am ehemaligen Eingang, der zur Bauzeit auf der Höhe des umgebenden Geländes lag.[3]

Im Inneren bestand der Zwinger aus zwei Stockwerken, einem Keller und einen separaten Dachgeschoss. Über die ursprüngliche Aufteilung existieren keine Informationen. Dagegen gibt es die Pläne der Innenarchitektur nach der Umgestaltung zu einem Gefängnis in den 1730er Jahren. In allen drei Etagen gab es um den Innenhof in der Mitte des Zwingers jeweils sechs im Kreis angeordnete Zellen. Sie wurden verbunden durch einen äußeren Rundgang zwischen Außenmauer und den Zellen innen. Die Aufteilung wurde im Jahre 1919 erneut verändert, als der Zwinger als Wohnhaus und Atelier für Maler vermietet wurde. Entsprechend wurden Wände entfernt und neue Durchbrüche geschaffen. Die teilweise Zerstörung im Zweiten Weltkrieg trug anschließend dazu bei, dass von der ursprünglichen Architektur nur noch wenige Teile erhalten geblieben sind.“
(Quelle Wikipedia)

Der Zwinger kann in den Monaten von April bis Oktober jeweils am ersten Sonntag im Monat bei einer Führung besichtigt werden. Sie beginnt im Stadtmuseum Münster mit einer Tondiaschau über die Geschichte des Gebäudes. Zusätzlich kann der Zwinger an jedem dritten Donnerstag im Monat um 20 Uhr besichtigt werden. Für Gruppen und Schulklassen (für letztgenannte ist die Führung kostenlos) können zusätzliche Termine vereinbart werden.

Zusätzlich besteht von Juni bis September jeweils sonntags zwischen 14 und 18 Uhr die Möglichkeit zur Besichtigung.

Gut Licht!

Thomas M. Weber

 

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Eine Zeitungsgeschichte

tw_DSC_0557Jeden Morgen liegt sie pünktlich im Briefkasten und unterrichtet uns über die neuesten Geschehnisse in der Welt. Aber wie kommt sie dahin? Wer macht sie? Wie macht man sie?

Die Zeitung!

WebRock hat sich mit dieser Frage beschäftigt und durfte sich mehrere Tage im Druckhaus der Münsterschen Zeitung aufhalten und die einzelnen Schritte der Entstehung einer Tageszeitung mit der Kamera begleiten.

Wir beginnen im Rollenlager. Hier lagern Papierrollen von unterschiedlicher Qualität, Breite und verschiedenen Herstellern. Es gibt 140cm, 105cm und 70cm breite Papiere. Sie werden angeliefert aus Skandinavien, Großbritannien, den Niederlanden, Kanada, Russland und Deutschland. Es gibt 100% Recyclingpapier, 100% Frischfaserpapier und ein Mischpapier, bestehend aus den erstgenannten Sorten.
Der Jahresverbrauch an Papier liegt bei der Münsterschen Zeitung bei ca. 7.000 to.

Aus dem Rollenlager heraus werden die ca. 20km langen Papierrollen zur Druckmaschine gebracht. Das passiert mit einem Gabelstapler, der anstelle der sonst üblichen Zinken über eine Art Zange verfügt mit der er eine Rolle gut greifen kann.

Um etwas lesbares auf das Papier zu bekommen braucht man natürlich noch Farbe. Eingesetzt wird Blau, Gelb Rot und Schwarz. Gedruckt wird im sogenannten Offset Verfahren.

Vor Druckbeginn müssen die Druckplatten noch hergestellt und in die Druckmaschine eingesetzt werden. Durch aktuelle Ereignisse und die dadurch veränderte Nachrichtenlage muss schon mal der Druckbeginn verschoben werden weil die Platten aktualisiert werden müssen.

Nun werden die aus Aluminium bestehen Druckplatten in die Druckmaschine eingesetzt. Dann beginnt die Produktion der Zeitung…
Langsam wird mir klar, warum diese Station „Rotation“ genannt wird.

Durch die riesige Druckmaschine zu laufen war schon ziemlich krass. Im laufenden Betrieb, während kilometerweise die neue Tageszeitung an einem vorbeifliegt, alles ist laut, rotiert und in Bewegung.

Am Ende des Druckprozesses liegt eine fertig geschnittene, gefaltete und für die Weiterverarbeitung vorbereitete Zeitung. Sie wird von Fliessbandern automatisch aufgenommen und in die Halle nebenan transportiert. Dort können bis zu 8 Beilagen noch zur Zeitung hinzu gefügt werden.

Im Versand werden die Zeitungen inclusive der Beilagen nun gebündelt und per Fließband aus der Produktionshalle befördert. Draussen stehen schon die Transporter bereit, die sich um den Weitertransport zum Zusteller kümmern.

Dann ist die Zeitung dort, wo wir sie an jedem Morgen pünktlich finden. Wie immer! Und niemand sieht ihr den langen Weg von der Rolle in den Briefkasten an. 😉

Vielen Dank an das Medienhaus Lensing, für die Erlaubnis diese Aufnahmen machen zu dürfen!

Gut Licht!

Thomas M. Weber

 

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Fototag in der Zeche Westfalen

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Eine sehr spannende Tour hatte WebRock mit 15 weiteren Fotografen an der Zeche Westfalen in Ahlen. Wir von WebRock haben den Fototag organisiert um mit befreundeten Fotografen ein Stück Zechengeschichte kennen zu lernen.

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Der Tag begann damit, daß wir bereits gegen 9:00 Uhr an der Zeche eintrafen und uns schon mal ein wenig auf dem Gelände umsahen. Die ersten Stative wurden aufgebaut und ich hörte schon den ein- oder anderen Spiegelschlag im Frühdunst. 😉

Nachdem uns wie verabredet um 10:00 Uhr der Mitarbeiter der Zeche in Empfang genommen hatte, führte er uns zuerst in die Maschinenhalle wo und allen erst mal die Luft weg blieb. Was für eine beeindruckende Location! Ich stellte mein Zeug erst mal an die Seite und schaute mich in aller Ruhe um. Nach einer halben Stunde war klar, dass ich an diesem Tag nicht alles würde umsetzen können was die Zeche an Motiven hergibt.

Alleine die beiden Räume mit den Fördermaschinen forderten eine Menge Zeit. Es stand zu dem Zeitpunkt schon fest, dass wir die Aktion wiederholen müssen. 😉

Wir durften uns für 5h im Lokschuppen, dem Lüftergebäude und der Maschinenzentrale frei bewegen und fotografieren bis der Sensor ausglühte.

Am 24.10.2015 von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr werden wir nochmal einen Fototag an der Zeche Westfalen durchführen. Anmeldungen bitte per mail an Thomas(ät)webrock-foto.de

Gut Licht!

Thomas M. Weber

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Läuft bei mir – Color Run in Münster

„Läuft bei mir“ war as aktuelle Motto für den bunten Lauf durch die Stadt. Am vergangenen Sonntag machte der Color Run Station in Münster. Ein farbenfrohes Spektakel bei dem WebRock nicht fehlen durfte!

Besondere Aufmerksamkeit sollte man seiner Ausrüstung im Vorfeld schenken. der feine, farbige Staub dringt in die kleinsten Ritzen und setzt sich gerne in Superzoom Objektiven fest. In den genannten Gläsern am schnellsten, weil der meist ausfahrbare Tubus wie eine Luftpumpe wirkt.

Am besten sollte man also sein Equipement mit einer Kunststofffolie oder Plastikbeutel schützen, deren Öffnungen man staubsicher mit Klebeband fixiert. Ja, sieht scheiße aus, hilft aber! 😉

„Der COLOR RUN ist ein weltweit stattfindender 5-Kilometer-Lauf der ganz besonders farbenfrohen Art. Hauptziel der Veranstaltung ist das Zusammenkommen verschiedenster Menschen, die mit ihrer ganz individuellen Fitness eine Laufveranstaltung erleben, bei der Spaß die erste Regel ist. Das Ergebnis ist ein unvergesslicher Tag mit atemberaubenden Bildern und kunterbunten, fröhlichen Läufern. Die Teilnehmer starten komplett weiß gekleidet und durchlaufen vier Farbzonen, in denen sie von freiwilligen Helfern mit 100% natürlichem Farbpulver auf Reismehlbasis besprüht werden. Ein Highlight der Veranstaltung ist das Finish Festival an der Ziellinie. Erstmalig fand das von Travis Snyder ins Leben gerufene Event im Januar 2012 in Utah statt. Für 2015 sind weltweit 300 Events geplant. In Deutschland wird das Event dieses Jahr zum dritten Mal von der THE COLOR RUN GmbH und den Veranstaltern Juergen Lange und Thomas Rebsch organisiert. Geplant sind unter anderem Nürnberg (Auftakt am 31. Mai), Essen, Hamburg, Stuttgart, Dortmund, Mannheim, Hannover, München, Münster und Berlin. Bei jedem Event kommt ein Teilbetrag des Eintrittspreises einem gemeinnützigen Zweck zur Förderung von Kindern und Gesundheit zugute. Als Titelsponsor konnten die Veranstalter den Farbenhersteller Brillux gewinnen. Der Ticketpreis für den COLOR RUN beginnt bei 25,99 Euro und beinhaltet u.a. das umfangreiche Starterpaket mit einem weißen COLOR RUN T-Shirt, Stirnband, individueller Startnummer und mindestens einem Farbbeutel.“
(Quelle: thecolorrun.de)

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